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Sponsoren-Seite auf deiner Sportler-Website: So geht's

Wie du auf deiner Sportler-Website eine Sponsoren-Unterseite aufbaust, die konkret überzeugt – mit Struktur, Inhalt und Zahlen.

Sponsoren-Seite auf deiner Sportler-Website: So geht's

Viele Athletinnen und Athleten haben eine persönliche Website – aber keine einzige Seite, die direkt an Sponsoren gerichtet ist. Stattdessen landet ein potenzieller Partner auf der Startseite, liest ein bisschen über den Sportler, und weiss danach immer noch nicht, was er konkret bekommt, wenn er unterschreibt. Diese Lücke kostet echte Sponsoring-Deals. Die Lösung ist einfacher, als du denkst: eine dedizierte Sponsoren-Unterseite.

Warum eine eigene Unterseite – und nicht ein PDF?

Ein PDF per Mail ist der Standard. Genau deshalb reicht er nicht mehr. Ein Sponsor, der fünf Anfragen pro Woche erhält, öffnet davon vielleicht drei. Ein Link zu einer sauber aufgebauten Webseite ist klickbar, aktuell haltbar, messbar (du siehst mit Google Analytics, ob er die Seite besucht hat) und wirkt professioneller als ein statisches Dokument.

Ausserdem kannst du die URL gezielt teilen – per E-Mail, LinkedIn oder direkt im Erstgespräch – und sie jederzeit aktualisieren, ohne eine neue Datei verschicken zu müssen.

Was auf diese Seite gehört

Die Sponsoren-Unterseite ist kein Lebenslauf und kein Fanbereich. Sie ist ein knappes Businessdokument im Webformat. Halte sie fokussiert.

1. Wer du bist – in drei Sätzen

Keine Herkunftsgeschichte, keine Kindheitserinnerungen. Schreib, auf welchem Level du aktiv bist, welche Disziplin, welche Liga oder Wettkampfserie, und wo du geografisch tätig bist. Beispiel: «Ich bin Profi-Mountainbikerin, starte auf dem Schweizer Cup und dem UCI-Kalender und lebe in Thun.»

2. Deine Reichweite – konkret und ehrlich

Sponsors denken in Touchpoints. Liste auf, was du tatsächlich hast:

  • Instagram: X Follower, durchschnittliche Reichweite pro Post
  • TikTok oder YouTube, falls aktiv
  • Newsletter-Abonnenten (falls vorhanden)
  • Presseerwähnungen (Regionalzeitung, Sport.ch, SRF)
  • Durchschnittliche Zuschauerzahl an Events

Keine erfundenen Zahlen. Sponsors können Zahlen grob einschätzen – wer übertreibt, verliert sofort das Vertrauen.

3. Was du anbietest – als Liste

Das ist der Kern der Seite. Zeig konkret, was ein Sponsor bekommt. Zum Beispiel:

LeistungFrequenz
Logo auf Trikot & HelmAlle Wettkämpfe und Trainingsfotos
Story-Erwähnung auf Instagram2× pro Monat
Produkt-Review-Video1× pro Quartal
Erwähnung im Newsletter1× pro Monat
Co-branded Event-Postnach Absprache

Diese Liste macht den Wert sichtbar – und gibt dem Sponsor etwas in die Hand, das er intern weiterleiten kann.

4. Pakete mit Preisen – oder Preisrahmen

Viele Sportler scheuen sich, Preise zu nennen. Das ist ein Fehler. Ein Sponsor, der keine Zahl sieht, fragt sich, ob du weisst, was du wert bist – oder er geht zur nächsten Anfrage weiter.

Du musst keine starren Preise nennen. Ein Rahmen genügt: «Sponsoring-Partnerschaften ab CHF 2'000 pro Saison» oder drei Pakete (z.B. Logo-Sponsor, Partner, Hauptsponsor) mit je einer Beschreibung und einer Preisspanne. Denk daran: Sponsoringbeiträge ab CHF 1'000 kann ein KMU oft direkt als Marketingaufwand verbuchen – das ist ein echtes Argument.

Wenn du dir beim Pricing unsicher bist, lohnt sich ein Gespräch mit deinem Treuhänder über die MWST-Behandlung: Je nach Gegenleistung (Werbeleistung vs. Schenkung) gelten unterschiedliche Regeln.

5. Ein Kontaktformular – direkt auf der Seite

Kein Umweg über die allgemeine Kontaktseite. Ein kurzes Formular mit Name, Unternehmen, E-Mail und einem Freitextfeld genügt. Je weniger Klicks, desto höher die Abschlussrate.

Was du weglässt

  • Lange Erfolgsgeschichten ohne Bezug zum Sponsoring-Nutzen
  • Fotos ohne Bildunterschrift (ein Foto vom Wettkampf ist gut, aber beschrifte ihn: Ort, Datum, Resultat)
  • Allgemeine Floskeln wie «gemeinsam zum Erfolg» oder «starke Partnerschaft»
  • Testimonials von anderen Sponsoren, die du noch nicht hast – lieber die Seite erst live stellen, wenn du ein, zwei echte Referenzen nennen kannst

Technisch: So baust du die Seite auf

Falls du Websites für Sportler planst oder deine bestehende Website ergänzen willst: Die Sponsoren-Seite sollte nicht im Hauptmenü erscheinen. Verlinke sie nur dort, wo sie hingehört – in der E-Mail-Signatur, in der Sponsorenanfrage-Mail oder im LinkedIn-Profil. So bleibt sie gezielt.

Die URL sollte sauber und direkt sein: deinname.ch/sponsoren. Eine .ch-Domain wirkt im Schweizer Kontext vertrauenswürdiger als eine .com-Domain, wenn du dich an Schweizer KMU wendest.

Wenn du unsere Projekte & Referenzen anschaust, siehst du, wie wir solche Unterseiten für Sportlerinnen und Sportler strukturieren – klar, ohne Schnickschnack, konvertierungsorientiert.

Wann du die Seite pushen solltest

Nicht kurz vor einem grossen Wettkampf – da bist du beschäftigt und Antworten auf Sponsorenanfragen lassen auf sich warten. Ideal: drei bis vier Monate vor der nächsten Saison. So hat ein potenzieller Partner genug Vorlaufzeit für interne Budgetgespräche.

Teile die URL aktiv:

  • In der Signatur jeder E-Mail
  • Im LinkedIn-Profil unter «Webseite»
  • In der Instagram-Bio (als Zweitlink, z.B. über Linktree)
  • In direkten Nachrichten, wenn du ein KMU anschreibst

Fazit

Eine dedizierte Sponsoren-Unterseite ist kein Luxus – sie ist das fehlende Bindeglied zwischen deiner Sportler-Website und echten Partnerschaftsverhandlungen. Sie zeigt, dass du professionell denkst, Reichweite transparent kommunizierst und dem Sponsor die Arbeit abnimmst. Wer keine solche Seite hat, verlässt sich auf Glück. Wer sie hat, gibt Sponsors einen Grund, zurückzuschreiben.

Wenn du Unterstützung beim Aufbau brauchst, kannst du jederzeit ein kostenloses Erstgespräch buchen – ohne Verpflichtung, direkt und auf den Punkt.

Häufige Fragen

Wie lang sollte eine Sponsoren-Unterseite auf einer Sportler-Website sein?

Die Seite sollte kurz und scanbar sein – in der Regel reichen 400 bis 600 Wörter plus eine Tabelle mit Leistungen und eine Preisangabe. Sponsors lesen selten lange Texte. Wichtig ist, dass alle relevanten Informationen (Reichweite, Angebot, Preis, Kontakt) ohne Scrollen auffindbar sind.

Soll ich Sponsoring-Preise öffentlich auf meiner Website nennen?

Eine öffentlich zugängliche Preisangabe ist sinnvoll, wenn sie als Rahmen formuliert ist, z.B. «ab CHF 1'500 pro Saison». Das schreckt Interessenten mit zu kleinem Budget früh ab und spart dir Zeit. Wer den genauen Preis verhandeln will, meldet sich trotzdem – und wer nichts nennt, wirkt oft unsicher bezüglich des eigenen Werts.

Wie messe ich, ob ein Sponsor meine Sponsoren-Seite besucht hat?

Mit Google Analytics 4 kannst du Seitenaufrufe nach Zeitraum filtern. Wenn du einem Sponsor die URL per E-Mail schickst und kurz danach ein Seitenaufruf erscheint, ist das ein klares Signal. Du kannst auch UTM-Parameter an die URL hängen (z.B. ?utm_source=sponsor-anfrage), um verschiedene Kanäle zu unterscheiden.

Was ist der Unterschied zwischen einem Sponsoring-Paket und einem Sponsoring-Exposé?

Ein Exposé ist ein umfangreiches PDF-Dokument mit Hintergrund, Ziele und Mediadaten – oft 8 bis 20 Seiten. Ein Sponsoring-Paket ist ein klar definiertes Leistungsbündel mit Preis, ähnlich wie ein Produktangebot. Auf einer Website funktionieren Pakete besser, weil sie schnell scanbar sind und eine Entscheidung erleichtern, ohne dass der Sponsor zuerst ein Dokument öffnen muss.

Welche Informationen zur Reichweite interessieren Sponsoren in der Schweiz am meisten?

Schweizer KMU-Sponsoren achten besonders auf regionale Relevanz: Wo bist du aktiv, welche Zielgruppe erreichst du geografisch? Danach kommen Instagram-Engagement (nicht nur Followerzahl), Medienerwähnungen in Schweizer Medien und die Anzahl Zuschauer bei lokalen Events. Nationale TV-Präsenz oder grosse internationale Reichweite ist ein Bonus, aber für kleinere Sponsoren oft sekundär.

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